Begründer einer großen Idee. Gottfried & Friederike Schneider.

Die Geschichte von SUSA ist nicht nur die Geschichte eines Unternehmens. Sie ist die Geschichte von Vision, Mut und Liebe zum Handwerk – und sie beginnt im Jahr 1859 in Heubach.

Firmengründer Gottfried Schneider (1829–1907) stammte aus einer alteingesessenen Weberfamilie. Schon als Kind lernte er die Kunst der Stoffverarbeitung kennen und entwickelte ein Gespür für Qualität, das ihn sein Leben lang begleiten sollte.

Auf seiner Wanderschaft als junger Handwerksgeselle führte ihn der Weg nach Göppingen. Dort erlebte er einen entscheidenden Moment: Er entdeckte die damals neu aufkommende Korsettherstellung mit mechanischen Webstühlen. Für ihn war sofort klar – hier liegt die Zukunft. Mit Mut und Unternehmergeist gründete er 1859 seine eigene Korsettmanufaktur. Damit legte er den Grundstein für eine Marke, die bis heute für Innovation und höchste Qualität steht.

Doch der Erfolg von SUSA war von Anfang an mehr als nur das Werk eines Einzelnen. In Göppingen lernte Gottfried seine große Liebe Friederike Kammerer (1836–1914) kennen. 1861 heirateten die beiden – und Friederike wurde zu einer unverzichtbaren Stütze des jungen Unternehmens. Mit Tatkraft, Leidenschaft und Weitblick trug sie maßgeblich dazu bei, dass sich die kleine Manufaktur zu einem wachsenden Erfolg entwickelte.

So begann die Erfolgsgeschichte von SUSA: als Familienunternehmen mit Herz, Handwerk und Vision, das sich schon damals aufmachte, die Modewelt zu verändern – und Frauen mehr Schönheit, Komfort und Selbstbewusstsein zu schenken.

Die Anfänge. Seit 1859.

1859 – ein Jahr voller Umbrüche. Deutschland befindet sich mitten in der Industrialisierung. Zwischen rauchenden Schloten und dampfenden Maschinen, zwischen Arbeiterkappe und Zylinderhut, zwischen Fortschrittsglauben und gesellschaftlichem Wandel beginnt in Heubach die Geschichte von SUSA – und damit ein neues Kapitel der deutschen Miederindustrie.

Am 1. März 1859 wagt Gottfried Schneider den Schritt in die Selbstständigkeit. In den Räumen des sogenannten „Lamm-Kellers“ – dem heutigen Restaurant Jägerhaus – stellt er 30 Webstühle auf und beginnt mit der Fertigung von Korsetts. Was klein beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Erfolgsgeschichte: Schon 1862 wird das Unternehmen offiziell im Handelsregister eingetragen.

Die Nachfrage steigt, die Produktion wächst. Nur wenige Jahre später muss die Manufaktur erweitert werden. Mit der Anschaffung von zehn weiteren Webstühlen zieht die Firma in die ehemalige Zehntscheuer der Stadt Heubach um. Dort arbeiten bald 35 Korsettweber und 20 Näherinnen – Hand in Hand, angetrieben vom Geist einer neuen Zeit.

Während andere noch zögern, setzt Gottfried Schneider auf die Chancen der Industrialisierung. Er erkennt früh die Möglichkeiten mechanischer Webstühle, verbindet handwerkliches Können mit technischem Fortschritt und schafft damit die Grundlage für ein Unternehmen, das Leistungsfähigkeit und Innovationskraft verkörpert.

Die Jahre des Aufbaus.

Mit der industriellen Revolution hielt eine bahnbrechende Erfindung Einzug: der vollmechanisierte Webstuhl. Er war mehr als nur eine technische Innovation – er veränderte das Leben der Menschen. Was einst kostbare Luxusartikel waren, wurde nun für viele erschwinglich. Mode wurde nicht länger nur Ausdruck der Oberschicht, sondern ein Teil des bürgerlichen Alltags.

Auch bei SUSA nutzte man diese Chancen. Schon 1863 erweiterte Gottfried Schneider die Produktion um die maschinelle Herstellung von Korsettschließen und Federn – ein mutiger Schritt, der die Weichen für weiteres Wachstum stellte.

Die in einem Stück gewebten und über Dampf in Form gebrachten Korsetts fanden bald nicht nur in Deutschland, sondern auch international großen Anklang. Exporte nach Amerika, England und Dänemark machten die junge Marke bekannt und brachten SUSA über die Grenzen hinaus ins Gespräch.

Doch die Mode blieb nicht stehen – und SUSA auch nicht. Mit der Erfindung der Nähmaschine veränderte sich die Korsettproduktion ab Mitte der 1880er Jahre grundlegend: Genähte Korsetts verdrängten die bisher gewebten Modelle. Gottfried Schneider bewies erneut seinen Weitblick. Statt am Alten festzuhalten, investierte er in die neue Technik und stellte die Produktion konsequent um.

Dieser Mut zur Veränderung und die Fähigkeit, Innovation als Chance zu begreifen, machten SUSA schon in den frühen Jahren zu einem Unternehmen, das den Wandel nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet.

Aufbruch in die Moderne.

Mit dem Eintritt von Julius Schneider (1862–1939) begann für das Familienunternehmen eine neue Ära. Schon als Jugendlicher übernahm er Verantwortung: Mit gerade einmal 15 Jahren führte er die Buchhaltung und entlastete damit seinen gesundheitlich angeschlagenen Vater Gottfried. 1888 wurde ein Meilenstein erreicht – die Gründung der betrieblichen Krankenkasse und die Aufnahme von Julius als Teilhaber. Von nun an trug das Unternehmen den Namen Schneider & Sohn.

Die Jahre um die Jahrhundertwende waren geprägt von Wachstum und technischem Fortschritt. 1891 entstand ein zweites Betriebsgebäude, und ab 1892 bestimmten Dampfmaschinen und Kesselanlagen den Rhythmus der Produktion. Mit dem ersten Schornstein, der über die Dächer Heubachs ragte, schrieb das Unternehmen auch Stadtgeschichte. Im gleichen Jahr übergab Gottfried die Geschäfte an seinen Sohn – und Julius wurde alleiniger Inhaber.

Unter seiner Leitung hielt bald die Elektrifizierung Einzug. Die firmeneigene Kraftanlage machte Heubach zur ersten Stadt Württembergs mit elektrischer Straßenbeleuchtung – ein Symbol für den Pioniergeist der Familie Schneider.

Auch privat fand Julius Rückhalt: 1906 heiratete er Emilie Grupp, die nicht nur Ehefrau, sondern auch kongeniale Partnerin im Unternehmen wurde. Die steigende Nachfrage ermöglichte Expansion – 1910 wurde in Schwäbisch Gmünd die erste Zweigfabrik eröffnet. Bereits 1912 arbeiteten über 300 Angestellte und 800 Heimarbeiterinnen für Schneider & Sohn.

Doch die Geschichte verlief nicht ohne Brüche. Der Erste Weltkrieg brachte Rohstoffknappheit und Arbeitskräftemangel. Die Produktion musste stark eingeschränkt und zeitweise auf Kriegsfertigung umgestellt werden. Trotz aller Widrigkeiten hielt das Unternehmen Kurs – und wandelte sich 1922 in die Schneider & Sohn AG. Aus dieser Zeit stammt auch der Markenname SUSA, abgeleitet von „Schneider und Sohn AG“. Ende der 1920er-Jahre wuchs die Firma weiter und bezog einen modernen vierstöckigen Fabrikbau.

Erst der Zweite Weltkrieg setzte dem Aufwärtstrend ein Ende. In diesen Jahren ging es weniger um Wachstum als um das Überleben des Unternehmens. Doch auch diese schweren Zeiten wurden gemeistert. Nach Kriegsende beschäftigte SUSA fast 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hauptwerk und in sieben Zweigbetrieben – ein starkes Zeichen für den Wiederaufbau.

1948 wurde die Aktiengesellschaft in eine GmbH umgewandelt, und seit 1972 besteht das Unternehmen in seiner heutigen Rechtsform als Kommanditgesellschaft (KG).

SUSA Heute. Tradition trifft Moderne.

Mehr als 165 Jahre nach der Gründung ist aus der einstigen Korsettmanufaktur einer der führenden Spezialisten für Miederwaren geworden. SUSA hat zwei Weltkriege überstanden, Wirtschaftskrisen gemeistert, Trends kommen und gehen sehen – und ist dabei stets seinen Werten und Wurzeln treu geblieben.

Bis heute schlägt das Herz des Unternehmens in Heubach. Hier arbeiten rund 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Produktentwicklung, Verwaltung, Produktion und Logistik. Die eigentliche Fertigung findet inzwischen überwiegend in Slowenien, Lettland und der Ukraine statt – immer unter fairen Bedingungen und streng nach europäischen Sozialstandards. Von Heubach aus gehen die Kollektionen in knapp 30 Länder weltweit.

Als Miederwarenexperte mit jahrzehntelanger Erfahrung hat sich SUSA auf Dessous und Bademode spezialisiert. Unsere Kernkompetenzen liegen in Baumwolle, Molding und bügellosen BHs bis Cupgröße I. Ob komfortable Basics, elegante Dirndl-BHs mit Push-up-Effekt oder funktionale Sport-BHs – immer stehen Funktion, Qualität, perfekte Passform und Tragekomfort im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Sortiment durch eine spezielle Serie an Prothesen-Produkten, die Frauen nach einer Brustoperation Sicherheit und Wohlgefühl schenken.

Ein weiteres Markenzeichen von SUSA ist die Verantwortung für Mensch und Umwelt. Alle Materialien sind STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifiziert – schadstofffrei und gesundheitlich unbedenklich. Darüber hinaus ist SUSA STeP by OEKO-TEX® zertifiziert, was für nachhaltige und faire Produktionsprozesse entlang der gesamten Lieferkette steht.

So verbindet SUSA heute Tradition und Innovation: Mode, die Frauen in jeder Lebenslage begleitet, gefertigt mit höchstem Anspruch an Qualität, Komfort und Verantwortung.

SUSA Morgen. Innovation aus Tradition.

Die Geschichte von SUSA endet nicht hier – sie wird jeden Tag neu geschrieben. Mit dem Blick zurück auf über 165 Jahre Erfahrung und dem Mut, immer wieder neue Wege zu gehen, bleibt SUSA ein verlässlicher Begleiter für die Zukunft.

Tradition und Innovation gehen dabei Hand in Hand: Bewährtes Wissen trifft auf moderne Technologien, zeitlose Werte auf aktuelle Trends. So stellen wir sicher, dass SUSA auch in den kommenden Jahrzehnten für das steht, was uns schon immer ausgemacht hat – Qualität, Passform, Tragekomfort und Verantwortung.

Eines ist klar: Die Erfolgsgeschichte von SUSA wird weitergehen. Heute, morgen – und auch in den nächsten 165 Jahren.